Actieknop

Schwanger aufgrund meiner ambivalenten Beziehung zum Zahnarzt

Ich habe einen Termin beim Zahnarzt und mir fällt dabei etwas auf.

Der Zahnarzt liest nicht mehr die Krankengeschichte seiner Patienten!
Nicht einmal von dem vorherigen Termin.

Ich fühle mich wie eine Nummer behandelt.
Die Assistentin überprüft erst am Ende der Behandlung mein Geburtsdatum, um sicherzustellen.

Der Zahnarzt sagt: 'alles ist in Ordnung'.

Ach ja? sage ich.
Normalerweise würde sich der Patient über so eine Aussage freuen.

Ich nicht, denn ich erinnere mich an das letzte Mal.
Eine unvollendete Wurzelkanalbehandlung des vorherigen Zahnarztes. Auch da habe ich mich, nicht mehr als, wie eine Nummer gefühlt.

Kollegen gehen in und aus dem Raum, in dem ich ängstlich im Stuhl liege. Es werden Gespräche geführt. Es gibt Notfälle.
Er hat mich betäubt, aber ich spüre den Schmerz des Vibrierens in meinem Kiefer. Mit Nadeln oder Drähten dringt er in die Wurzeln meines armen Zahns ein.

Es ist sowieso ein unangenehmes Geschehen. Ich spüre das Stechen ständig und höre sein gehetztes Sprechen mit anderen. Halloooo möchte ich rufen, aber das geht nicht.

Er hat viel zu tun.
Enorm viel zu tun.

Und was tun Sie dann als Zahnarzt?

Kann er sich auf den Patienten konzentrieren?
Das ist ein klares 'nein'.

Der Zahn (mein Zahn) wird provisorisch verschlossen. Er macht ein anderes Mal weiter. Kein Problem versichert er mir.
Als Beispiel nennt er schwangere Frauen.
Sie müssen durch die Schwangerschaft auch monatelang warten und das funktioniert prima.
Ich bin jetzt also zur schwangeren Frau befördert worden.

Für meinen kleinen Sohn mit 10 kleinen Löchern hat er natürlich auch keine Zeit.
Der Zahnarzt will ihn zu einer weiblichen Kollegin verschieben, die Zeit hat.

Ich erinnere mich an meinen Weg durch eine Reihe von Zahnärzten auf der Suche nach neuem Vertrauen.

Dieser Zahnarzt kann mir das nicht geben. Verstehen Sie?

Nun, mein neuer Zahnarzt, dessen Namen ich auf Umwegen erfahren habe, soll besser sein. Ich öffne mich und möchte es so gerne erleben.

In dem Moment, in dem der aktuelle Zahnarzt sagt, dass alles in Ordnung ist, weiß ich, dass das nicht die Wahrheit ist.

Dieser Zahnarzt hat meine Krankengeschichte nicht gelesen.
Ich bin enorm überrascht.

Ich sage also 'meiner Meinung nach ist nicht alles in Ordnung'.
Der Zahnarzt bleibt bei der Aussage 'alles ist in Ordnung'.

Und die unvollendete Wurzelkanalbehandlung dann?
Das ist inzwischen etwa 1,5 Jahre her.
Ich bin also viel länger schwanger als alle Frauen ;-)

Der Zahnarzt schaut mit Falten auf der Stirn und weiß nicht, wovon ich spreche.
Der Zahnarzt sagt: 'es gibt nur einen fraglichen Fall links'.

Das meine ich nicht.

Ich frage, ob ein Foto der Entzündung gemacht werden kann, die rechts vorhanden ist. Das wird abgelehnt. Es würde keinen Sinn machen und dann sagt der Zahnarzt, dass es zu viel Strahlung verursacht und dass der Endodontologe ohnehin Fotos machen wird. Ich bitte nochmals um ein Foto davon und es wird definitiv nicht gemacht.

Möglicherweise ja vom fraglichen Fall. Na ja!

Das Foto zeigt zwei Löcher unter einer Füllung und dafür muss ein Termin vereinbart werden.
Mit Betäubung, sagt der Zahnarzt.
Ich frage mich immer, warum das heutzutage modern ist. Bringt das vielleicht mehr Geld?

Ich frage nach Namen von Endodontologen in der Nähe. Es soll zwei geben. Ich vFrage nach Ergebnissen und Erfahrungen. Die gibt es nicht.
Der Zahnarzt sagt: Der eine sitzt in Rotterdam und hat sein Diplom gemacht; der andere sitzt näher dran, hat kein Diplom, aber hat viel geübt.

Ich frage mich, ob dies eine richtige Grundlage ist, um eine Wahl treffen zu können, wenn ich danach strebe, wieder Vertrauen und Engagement zu erleben.

Was ist denn los in dieser Welt?
Gibt es überhaupt jemanden mit den richtigen Absichten und Professionalität, der weiß, wie er mit dem Menschen umgehen kann, als Patient/Klient, und ihm/ihr die beste Versorgung bietet, ohne dabei sein eigenes Interesse an erste Stelle zu setzen und ihm/ihr als Person statt als Nummer soundso entgegenzutreten?